In der Sitzung vom 31. März 2025 hat der Vorstand der Alperia AG den Entwurf des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 der Gesellschaft und der Gruppe geprüft und genehmigt.
Es sind insbesondere zwei Daten, die beim Jahresergebnis 2024 hervorstechen. Zum einen sind es die hohen Investitionen in der Höhe von 219 Millionen Euro (im 1. Jahr von Alperia 2016 beliefen sich diese noch auf rund 70 Millionen Euro) und zum Zweiten der Mehrwert für Südtirol (Investitionen, Gehälter, Steuern, Aufträge, die in Südtirol bleiben). Dieser erreichte 2024 einen Rekordwert von über 380 Millionen Euro und hat sich gegenüber 2016 nahezu verdoppelt. Das außerordentliche Jahr 2024 ermöglichte auch eine deutliche Reduzierung der Verschuldung. Diese lag Ende 2024 bei 600 Millionen Euro (Kassenstand minus Wert der Obligationen und Verbindlichkeiten gegenüber Banken), Ende 2023 waren es noch 996 Millionen Euro. (minus 40 %).

Produktion und Kunden

Die Wasserkraftproduktion stieg mit 5,2 TWh im Vergleich zum Vorjahr stark an (+26 %), da sowohl die Wasser- als auch die Schneemengen außergewöhnlich hoch waren. Erstmalig, im Sinne der Diversifizierung, verzeichnet die Gruppe auch eine Produktion aus Windkraft, was auf die 2024 gegründete Joint Venture zwischen Alperia und Alerion zurückzuführen ist. „Diese wichtige Operation ist Teil der im Geschäftsplan 2023-2027 vorgesehenen Diversifizierung der Aktivitäten der Alperia Gruppe und stellt die erste paritätische Joint Venture zwischen zwei führenden lokalen Energiekonzernen dar“, erinnert Luis Amort, Generaldirektor von Alperia. Eine positive Entwicklung nahm auch die Zahl der Kunden: Die Zahl der Kunden ist kräftig gestiegen: Im Vergleich zu 2023, als die Zahl der Versorgungspunkte bei rund 423.000 lag, erreichte sie zum 31. Dezember 2024 rund 486.000, aufgeteilt auf den Strommarkt (361.000), den Gasmarkt (123.000) und den Wärmemarkt (rund 2.000).

2024 war für Alperia auch das Jahr des börsennotierten Green Bond in Höhe von 250 Millionen Euro, der einem breiten Publikum in Italien sowie qualifizierten italienischen und ausländischen Investoren vorbehalten war. Und auch das Jahr des „Südtirol Bonus“, der von der Alperia Gruppe im Oktober 2024 ins Leben gerufen wurde. „Dieser sah die Gewährung eines direkt über die Stromrechnungen ausgezahlten Bonus an in Südtirol ansässige Haushaltskunden mit einem Vertrag auf dem freien Markt vor“, erinnert die Alperia-Vorstandvorsitzende Flora Kröss.

Dank der finanziellen Ergebnisse von 2024 und der getroffenen Maßnahmen sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass Alperia zum maßgebenden Akteur in der Energiewende herangewachsen ist“, so Generaldirektor Luis Amort.

Umsatz, Ebitda und Nettogewinn 2024

Die Gesamteinnahmen der Gruppe beliefen sich 2024 auf 2,4 Milliarden Euro und lagen damit unter dem Vorjahreswert (-13 %), was vor allem auf den Preisrückgang bei den Energierohstoffen zurückzuführen ist. Der an der Strombörse verzeichnete durchschnittliche Strompreis (PUN) ist von rund 127 Euro/MWh im Jahr 2023 auf rund 109 Euro/MWh im Jahr 2024 gesunken (- 14,7 %).
Das normalisierte EBITDA des Konzerns belief sich auf 502,8 Millionen Euro gegenüber 327,6 Millionen im Jahr 2023. Der Nettogewinn des Konzerns erreichte 2024 mit 250,5 Millionen Euro ein außerordentliches Niveau, gegenüber einem positiven Ergebnis von 84,2 Millionen Euro im Jahr 2023.

Investitionen 2024

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im Jahr 2024 auf rund 219 Millionen Euro (im Jahr 2023 waren es rund 175 Millionen Euro) und konzentrierten sich insbesondere auf die Stromverteilung, um die Qualität und Kontinuität des Dienstes zu verbessern, sowie auf die Stromerzeugung zur Modernisierung der Wasserkraftwerke.

Dividendenvorschlag

Für die Holding Alperia AG, die einen Nettogewinn von rund 40,0 Millionen Euro erzielt hat (im Jahr 2023 betrug das Ergebnis rund 39,6 Millionen Euro), hat der Vorstand vorgeschlagen, den Gesellschaftern 36,0 Millionen Euro als Dividenden für das Geschäftsjahr 2024 auszuschütten (+ 2,0 Millionen gegenüber 2023), rund 2,0 Millionen Euro in die gesetzliche Rücklage einzustellen (wie von der geltenden Gesetzgebung vorgesehen) und die verbleibenden rund 2,0 Millionen Euro vorzutragen.

Wichtige Daten der einzelnen Business Units für 2024

Business Unit Produktion

  • Erzeugung von Strom, fast ausschließlich aus Wasserkraft in Südtirol, in Höhe von 5,2 TWh, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2023 (+ 26 %)
  • Erstmals ist auch eine Produktion aus Windkraft zu verzeichnen im Ausmaß von 58 GWh

Business Unit Verkauf und Business Unit Trading

  • Die an Kunden verkaufte Strommenge betrug 5,2 TWh (+ 9 % im Vergleich zu 2023) und die an Kunden verkauften Gasmengen sanken auf 347 Millionen Kubikmeter (- 3 %)
  • Die Zahl der Kunden ist weiter gestiegen: Im Vergleich zu 2023, als die Zahl der Versorgungspunkte bei rund 423.000 lag, erreichte sie zum 31. Dezember 2024 rund 486.000, aufgeteilt auf den Strommarkt (361.000), den Gasmarkt (123.000) und den Wärmemarkt (rund 2.000).
  • Großhandel mit Strom in Höhe von 0,9 TWh, ein Anstieg im Vergleich zu 2023 (+ 86 %)

Business Unit Netze

  • In Südtirol verteilte elektrische Energie in Höhe von 2,7 TWh an rund 242.000 Entnahmestellen
  • Ausdehnung des Stromnetzes auf 9.431 km
  • Verlegung von unterirdischen Stromleitungen zu 78 %, um die Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft zu minimieren
  • Fertigstellung des von Edyna Srl erstellten Inbetriebnahmeplans für das 2G-Smart Metering-System; in 97 versorgten Gemeinden wurden 248.000 neue Zähler installiert

Geschäftseinheit Wärme und Dienstleistungen

  • Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasse stark rückläufig von 291 GWh (Daten 2023) auf 113 GWh (Daten 2023) aufgrund der Veräußerung der Gesellschaft Biopower Ottana Srl
  • Produktion von Wärmeenergie in Höhe von 260 GWht, ein Anstieg gegenüber 2023 (+ 5 %), auch dank des kontinuierlichen Ausbaus des Fernwärmenetzes in den Gemeinden, in denen die Gruppe tätig ist

Business Unit Smart Region

  • Im Laufe des Jahres 2024 setzte Alperia Green Future GmbH den Übergang zu einem neuen Geschäftsmodell fort und festigte ihre Position in den Bereichen industrielle Effizienz und Dekarbonisierung, Photovoltaik für Privathaushalte und Gebäudeeffizienz für die Sektoren B2B und öffentliche Verwaltung. Das Berichtsjahr war geprägt von der abschließenden Verwaltung der Steuergutschriften aus dem Superbonus 110 %.